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Bilanz zur letzten Synodalversammlung des Synodalen Weges

der Vorsitzenden des Dizesankomitees im Erzbistum Paderborn

Die Vorsitzenden des Dizesankomitees Paderborn Jan Hilkenbach und Nadine Mersch auf der Vollversammlung des Synodalen Weges Dizesankomitee im Erzbistum Paderborn „Nach der letzten Synodalversammlung schlgt die Stunde der Bistmer“
Vorsitzende des Dizesankomitees im Erzbistum Paderborn ziehen Bilanz

Paderborn, 12.03.2023. Am Samstag ging die fnfte und letzte Synodalversammlung des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland zu Ende. Die beiden Vorsitzenden des Dizesankomitees im Erzbistum Paderborn Nadine Mersch und Jan Hilkenbach ziehen Bilanz: „Auf dem Synodalen Weg hat sich in der katholischen Kirche in den vergangenen drei Jahren viel bewegt, aber wir blicken auch kritisch auf diese Zeit zurck. Die Themen liegen nun strukturiert und unmissverstndlich auf dem Tisch und teilweise ist der Weg frei fr zgige und konkrete Schritte in den Bistmern“, so Nadine Mersch und Jan Hilkenbach. Die Laienvertreter*innen stellen aber auch fest, dass der Synodale Weg dem eigenen Anspruch nicht gerecht geworden ist: „Die Beseitigung der systemisch begnstigenden Faktoren fr sexualisierte Gewalt in unserer Kirche war Ziel des Synodalen Weges. Dies ist aber nicht gelungen und muss dringend weiterverfolgt werden“, sagt Jan Hilkenbach.

Als Fortschritt bewerten beide, dass Positionen offengelegt wurden und es von vielen Mitgliedern der Synodalversammlung ein Ringen um gute Kompromisse gab. „Einige inhaltliche Kompromisse haben wirklich weh getan. So haben wir zwar den Einsatz fr die Zulassung von Frauen zum Diakonat beschlossen, aber uns leider nicht zur Priesterinnenweihe positioniert“, verdeutlicht Nadine Mersch.

Dennoch seien Fortschritte erkennbar. „Es ist sehr wichtig, dass wir klar Position bezogen haben und in unserer Kirche einen diskriminierungsfreien und anerkennenden Umgang mit queeren Menschen fordern. Eine konkrete Auswirkung wird die Einfhrung von Segensfeiern fr gleichgeschlechtliche Paare und geschieden Wiederverheiratete sein“, betont Nadine Mersch. „Diese konkreten Handlungsempfehlung sowie auch die Strkung und den Ausbau der Beteiligung aller Glubigen an Predigt und Spendung der Sakramente wie die Taufe sind nun in den deutschen Dizesen umsetzbar“, uert Jan Hilkenbach. Diese starken Beschlsse nehmen wir mit in unser Erzbistum Paderborn und wollen auf eine zgige Umsetzung hinwirken. „Nach der letzten Synodalversammlung schlgt die Stunde der Bistmer. Gemeinsamen mssen wir den Worten und Beschlssen des Synodalen Weges schnell Taten folgen lassen“, sind Nadine Mersch und Jan Hilkenbach berzeugt.

Die Vorsitzenden des Dizesankomitees freuen sich, dass mit Finja Miriam Weber ein Mitglied aus der Paderborner Lai*innenvertretung in den Synodalen Ausschuss gewhlt wurde. Die 22-jhrige Studentin will sich in dem Gremium fr die Weiterentwicklung der Beschlsse des Synodalen Weges einsetzen und ber die Texte entscheiden, die aus Zeitgrnden nicht mehr in die Synodalversammlung eingehen konnten. Der Synodale Ausschuss soll auerdem die Einfhrung des Synodalen Rates vorbereiten.

Auch in der Weltkirche muss die Reformdiskussion engagiert weitergefhrt werden. Die Beschlsse des Synodalen Weges sehen Nadine Mersch und Jan Hilkenbach als einen wichtigen Beitrag fr die Weltsynode: „Es braucht eine gelebte Kultur gemeinsamen Beratens und Entscheidens in der katholischen Kirche, in der sich Transparenz und Gewaltenteilung als Ausdruck von Synodalitt verwirklichen knnen.